Nun ja, es fing doch alles so harmlos an...
Kurz nach meinem 18. Geburtstag fing ich mit dem Theorieunterricht in der Fahrschule an. Auch die erste Fahrstunde verlief - wenn auch in einem Gerät Ohne Logische Funktion - sehr gut, schliesslich hatte ich ja schon auf dem ADAC Übungsplatz mit Vaters Wagen geübt.
Doch damit waren die guten Zeiten auch schon vorbei - oder?
Nicht ganz, es stand doch noch die Fahrprüfung bevor.
Eigentlich sollte sie morgens um 10 Uhr stattfinden, fand dann aber erst
abends nach 16 Uhr statt und verlief gut.
Nun, gerade als ich die rosa Pappe unterschreiben wollte, stellte der
Prüfer fest, dass die Behörden nicht in der Lage waren, den Lappen
bei der Erstellung auch abzustempeln. Folglich gab mir der Prüfer das
heiss ersehnte stück Papier nicht. Ich sollte es eine Woche später
in der Zulassungsstelle abholen.
Als ich dort ankam, musste ich feststellen, dass sie nicht mal meinen Namen
richtig schreiben konnten - also wieder warten...
Erstaunlicherweise bekam ich dann am 01.07.93 doch noch einen gültigen
Führerschein.
Nun, als treuer
Amiganer
pilgerte ich (zumindest früher) auch regelmässig zur Messe nach
Köln. Letztes Jahr war allerdings das letzte mal, was unter
Umständen auch etwas mit der Rückfahrt zu tun haben könnte.
Denn mein mir bis dahin treu ergebener Kadett D schaffte den Heimweg nicht
mehr ganz aus eigener Kraft. Er blieb nach 15 Jahren und 180TKM bei
Aschaffenburg mit Motorschaden (und damit Totalschaden) liegen. Aber das
macht ja nichts, schliesslich ist mal als kluger (?) Mensch Mitglied im
ADAC.
Selbiger war schon nach wenigen Minuten vor Ort und diagnostizierte den
Exitus. Auf den Leihwagen mussten wir zwar ein paar Stunden warten, kamen
aber dennoch noch am gleichen Tag zu Hause an. Die Leihwagenzeit war
allerdings nach einer Woche vorüber. Folglich war ich - da aufs Auto
angewiesen - mit Vaters Wagen unterwegs.
Und auch hier liess mich das Glück zwar einerseits im Stich, mein
Schutzengel war aber andererseits dennoch hellwach. Die Fahrt endete
nämlich irgendwo zwischen einem temporären Berufswechsel zum Bauer
oder Designer mit folgender
'Designstudie'.
Auch wenn alle Beteiligten dabei nicht schwer verletzt wurden muss ich
dennoch allen Nachahmern entschieden davon abraten. Frei nach der alten
Weisheit "Schuster, bleib bei deinem Leisten." Es ist einfach gesünder.